Home > Wald-Wild-Schule > Berichte > Nistkästen für ökologisches Gleichgewicht

Nistkästen für ökologisches Gleichgewicht

Muss es immer Chemie sein? Hat die Natur nicht selbst vorgesorgt?

Ist es teilweise unseren Blicken entschwunden, wie fleißig und nützlich unsere Singvögel sind und hier im Besonderen die Gruppe der Meisen, Sperlinge und Finken, deren Jungenaufzucht in Nisthöhlen erfolgt.

Es gibt leider in der Zwischenzeit zu wenig alte Mauern, Baumhöhlen oder Unterschlüpfe in alten Gebäuden, sodass die Vögel mit Vorliebe die ihnen angebotenen Nistkästen annehmen.

Unter dieser Überlegung wurden im letzten Winter über 30 Nistkästen mit Kindern und Jugendlichen gebaut, die neben der Begeisterung des Bauens mit dem Werkstoff Holz lernten, einen einfachen Plan zu lesen und miterlebten, wie so ein Nistkasten entsteht. Mit dem Einzeichnen der Länge und Breite und dem Auftragen des Dachwinkels, dem Zersägen, Bohren und dem Zusammenschrauben mit Akkuschrauber waren diese kleinen Häuschen in kurzer Zeit fertig.

Danach ging es in die Natur, um die richtigen Plätze zum Anbringen der Nistkästen zu suchen. Und in Kürze waren viele der Nistkästen besetzt. Einige davon wurden von den jungen Schülerinnen in der LFS-Buchhof im neu errichteten Streuobstgarten angebracht.

Wenn man bedenkt, dass ein Meisenpaar in einem Sommer bis zu 140 kg Insekten, angefangen bei Borkenkäfer, Apfelspinner, Raupen, Spinnen und vieles mehr, als Nahrung zur Aufzucht ihrer Jungen benötigt, erkennt man erst die Nützlichkeit unserer Singvögel.

Mit dem Bau der Nistkästen glauben wir, das Interesse bei den Jugendlichen geweckt, einen guten Beitrag für eine gesunde Natur, einen gesunden Wald und eine gesunde Streuobstwiese getätigt zu haben.

Dir. Hubert Jöbstl

Zurück