Jagdhornbläser

Bereits seit dem frühen Mittelalter sind Jagd- und Jagdhorn untrennbar miteinander verbunden. Art und Verwendung haben sich jedoch im Laufe der Zeit weiterentwickelt und verändert.

Jagdhorn fotografiert von Sepp Monz

War das ursprünglich verwendete Material Horn von Rind oder Büffel wurden in späterer Folge die Jagdhörner nur mehr aus Metall gefertigt. Dies in verschiedenen Größen und Stimmungen, auch das Konzert- bzw. Waldhorn ging aus dieser Entwicklung hervor. Damit ist auch die untrennbare Verbindung zwischen Jagd und Musik nachvollziehbar. Heutzutage wird hauptsächlich auf Fürst Pless- und Parforcehörnern geblasen. War die Verwendung von Hörnern und die damit gegebenen Informationen durch Rufe und Signale über größere Entfernungen in früheren Zeit Voraussetzung für eine erfolgreiche, sichere Jagd in der Gruppe, wurden die Einsatzbereiche und Verwendungsmöglichkeiten über die Zeit wesentlich erweitert. Dadurch kommen nicht mehr nur im jagdlichen Bereich, sondern darüber hinaus bei vielen festlichen, wie auch traurigen Anlässen Jagdhornbläsergruppen zum Einsatz und stellen somit auch ein wichtiges Bindeglied zur nichtjagenden Bevölkerung dar und sind wertvoller Teil der Öffentlichkeitsarbeit in der Jägerschaft. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit, dass das Repertoire von ursprünglich einfachen Signalen um Spielstücke, Fanfaren, Märsche und Messen in mehrstimmigen Satz bereichert wurde. Auch der Kreis der Komponisten, darunter auch etliche Kärntner, welche sich um qualitätsvolle Steigerung der Literatur für die Jagdmusik bemühen, ist größer geworden.

In Kärnten begann die Zeitrechnung des Jagdhornblasens unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges. Heute gibt es in unserem Bundesland ca. 60 Gruppen mit mehr als 600 Aktiven. Durch die ausgezeichnete Probenarbeit, die Teilnahme an Wettbewerben, sowie die Aus- und Weiterbildung in Seminaren wird versucht, Begeisterung und Niveau auch zukünftig abzusichern bzw. zu erhalten. Kärntens Jagdhornbläsergruppen leisten mittlerweile einen großen Beitrag zum positiven Erscheinungsbild der Kärntner Jägerschaft und werden von dieser im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt.

Die Freude am Jagdhornblasen, die damit verbundene Geselligkeit und Pflege dieses wertvollen Kulturgutes als Teil des jagdlichen Brauchtums wollen wir jetzt wie auch in Zukunft weiterhin pflegen und der Zeit angepasst weiterentwickeln, ohne dabei die ursprüngliche Tradition zu vergessen.

Jagdhornbläsergruppen in Kärnten

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